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Letztes Update: 13.04.2009
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Da³wa unter unseren Kindern


Die überwiegende Mehrheit der Muslime hat Kinder und junge Muslime um sich, seien es die eigenen Söhne und Töchter, die Enkel, die Nichten und Neffen oder Kinder von Freunden und Bekannten. Den Islam einem Menschenherz lieb und kostbar zu machen, fängt bereits in der Wiege an. Ich habe in meinem Leben die Biographien vieler bedeutender Muslime gelesen und auch einige selbst getroffen. Die Verehrung, mit der sie insbesondere von ihrer Mutter sprachen, machte mir klar, welche unendlich wichtige Rolle die zärtliche Verbundenheit der Mutter zur Religion im späteren Leben des Menschen spielt.

Aber auch der Großvater, der zum Beispiel den Quran auswendig konnte, der Vater, der die Kinder regelmäßig zum Freitagsgebet mit in die Moschee nahm, die Oma, die schöne Geschichten aus dem Leben des Propheten(s) und seiner Gefährten zu erzählen wusste, haben ihren wertvollen Anteil an der Erziehung der jüngeren Generation. Oder eine hübsche Tante, die ihr Kopftuch sorgfältig zu binden wusste, und der Onkel, der die Knirpse bei der Begrüßung hoch in die Luft stemmte und dabei ausrief-„ma scha Allah, bist du groß geworden..."

Zu einer harmonischen islamischen Atmosphäre im Elternhaus gehört meiner Meinung nach auch, dass sich der Islam zumindest in dem widerspiegelt, was an den Wänden hängt, einer hübschen Kalligraphie, einem handgeknüpften Teppich, oder auf dem Regal ein kunstgewerblicher Gegenstand, der beweist, was für ausgezeichnete Handwerker die Muslime von jeher gewesen sind.

Die allerbeste Da'wa für Kinder aber sind Eltern, die das tägliche Gebet ernst nehmen, den Ramadan festlich aber nicht allzu üppig ausgestalten, wenn die Zeit des Fastensbrechens gekommen ist, die an den beiden höchsten islamischen Feiertagen für neue Kleidung und Besuche bei Verwandten und Freunden sorgen und auch muslimische Besucher einladen. All das wäre allerdings keineswegs ausreichend, wenn die Eltern sich nicht gegenseitig Anerkennung erweisen, liebevoll miteinander und mit den Kindern umgehen und es sich strikt untersagen, lieblos oder gar gehässig über andere Muslime zu sprechen. Ich denke, ein gläubiger Muslim kann trotz der niederschmetternden Nachrichten über die Vernichtung der Umwelt, über den furchtbaren Unfrieden, der leider allzu oft auch zwischen verfeindeten muslimischen Gruppierungen aufflackert, nie ganz sein Vertrauen in seinen Schöpfer und Erhalter verlieren. Er wird diese Dinge als Prüfungen der Menschen für ihr verderbtes Handeln einstufen und darüber nicht die unzähligen kleinen und großen schönen Erlebnisse aus den Augen verlieren, die uns geschenkt werden: die Sonne, die uns wärmt, der Mond, der am blauen Nachthimmel seine Bahn zieht, die kleine Blume, die sich am Rand der Straße durch die Asphaltdecke kämpft, ganz zu schweigen von baumbestandenen Parks, grünen Wiesen, dem ewig rauschenden Meer. Es ist eine unserer vordringlichsten Aufgaben, gerade den jungen Menschen zu helfen, dass sich unter ihnen nicht Frustration oder Umweltverdrossenheit breit macht. Dann kommt es nämlich zum sogenannten Nullbock: Es lohnt sich ja gar nicht, irgend etwas zu tun, alles geht ja doch unabwendbar den Bach hinunter, wofür sollen wir uns überhaupt noch anstrengen? Nein, und nochmals nein: und wenn heute alles um uns herum zusammenfällt, müssen wir den Mut haben, morgen wieder ein Bäumlein zu pflanzen - für die nächste Generation. Im Quran werden die, die keine Hoffnung haben, den Ungläubigen gleichgesetzt (Siehe Sure 60:13)

Unsere Da"wa unter den Heranwachsenden, das Wissen, das wir ihnen über den Islam mit auf den Lebensweg geben, wird mitentscheidend dafür sein, wie die Welt von morgen aussieht. Gerade wir hier in Deutschland dürfen die islamische Erziehung der Kinder auf keinen Fall vernachlässigen, denn von den Schulen können wir nicht erwarten, dass sie unsere Unterlassungssünden wieder gutmachen oder ausgleichen. Machen wir uns also ganz bewußt ans Werk und beginnen unsere „Da'wa" sogleich -das ist es gewiss auch, was die Veranstalter unseres diesjährigen Treffens deutschsprachiger Muslime im Auge hatten.

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