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Die Befragung
Bist du bereit für die Millionenfrage(n)?
Du strebst nach Reichtum und den Erfolg dieser Welt? Bist du denn wirklich bereit diese Bürde und die Verantwortung des Reichtums auf dich zu nehmen? Schau zu, wie es DEM Befragten erging.
Wertung: Veröffentlicht am: 09.07.2009
Kommentare: Geschrieben von: S.o.G. & Sister_Maryam
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Vor Langer Zeit lebte im fernen Orient ein sehr reicher Scheich . Da er nun wie erwähnt sehr reich war, konnte er sich alles leisten, was einem als Mensch nur so vorschwebt, was sein Leben auf Dauer wiederum ziemlich langweilig machte. Die einzigen Beschäftigungen, die ihm blieben waren Essen und die Musik, der er lauschte; jedoch auch nur damit er diese nervenzerreißende Stille nicht ertragen musste.

Eines Tages jedoch geschah es, dass der Sohn seines im Palast lebenden Ministers starb. Es wurde eine große Trauerfeier veranstaltet und hunderte von Gäste kamen, um ihr Beileid auszusprechen. Darunter befand sich natürlich auch unser reicher Scheich. Er war sichtlich erstaunt darüber, dass wirklich kein einziger Gast lachte oder viel redete. Jeder Einzelne schien mit sich selbst beschäftigt und die Wenigen, die sich unterhielten, erzählten von den guten Seiten des jungen Verstorbenen. Das war noch nicht alles, was ihn so faszinierte; überhaupt war die Trauerfeier etwas Aufregendes für den Scheich. Er kannte nur Veranstaltungen, bei denen getanzt, gelacht und gesungen wurde. Das Zweite jedenfalls, was ihn so faszinierte war, als ein Mann anfing mit schöner Stimme den Quran zu rezitieren. Dieser wählte speziell die Suren aus, in denen von der Strafe und der Prüfung im Grabe erzählt wurde und der Befragung des Verstorbenen durch die Engel. Der Scheich hörte aufmerksam zu und fragte sich, ob es wohl stimmte, was da in dem Quran stand, ob wirklich Engel kommen würden, um den Toten zu befragen.
Keine Frage, er war Muslim und sein ganzes Reich war islamisch, dennoch war es für ihn nie nötig gewesen, sich mit so Etwas auseinander zu setzen. Dafür hatte er schließlich seine Minister und seine Gelehrten, die sich um die Religion kümmerten. Da er noch nie so richtig mit dem Islam und seinen Hintergründen in Berührung gekommen war, wuchs seine Neugier.
Als er von der Trauerfeier zurückkam, ließ er seinen Schreiber einen Volksbrief verfassen, indem er bekannt gab, dass er dem Mann, der sich zusammen mit dem verstorbenen Sohn des Ministers für einen Tag begraben ließe , 10.000 Goldmünzen zur Belohnung aushändigen würde.

Ein armer alter Bettler, der Nichts weiter besaß als ein abgenutztes Seil las auch den aufgehängten Volksbrief. Der Bettler fing an zu überlegen, er hatte keinen Besitz außer sein Seil, mit dem er Holz aus dem Wald auf sein Rücken band, um es dann in der Stadt als Feuerholz gegen Brot oder Gemüse einzutauschen. Er dachte sich also: "Was habe ich schon zu verlieren? Ich lebe seit ich denken kann von der Hand zum Mund! Mein Leben ist sowieso vorbei. Ich bin alt und satt vom harten Leben, selbst wenn ich sterben würde, wäre es für mich kein großer Verlust." So also machte sich der Bettler am selben Abend noch auf dem Weg in den Palast des Scheichs und unterschrieb einen Arbeitsvertrag, denn es war ja, als ob er für den Scheich arbeiten würde.
     

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